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IP-Centrex: Alle Festnetzprobleme gelöst?
Dienstag, 16.12.2014

Vor fast fünf Jahren standen wir bei Adiccon vor der Entscheidung, die für viele Jahre erfolgreich betriebene klassische TK-Anlage der Deutschen Telekom durch ein neues System zu ersetzen oder einen anderen Weg zu gehen. Das Angebot an TK-Systemen vor allem VoIP basiert (IP PBX) war groß und stand in Konkurrenz zu den ersten IP-Centrex/Hosted-PBX-Angeboten am Markt.

Um eine fundierte Entscheidung treffen zu können, haben wir zunächst die Ermittlung unserer Anforderungen vorgenommen. Diese waren in verschiedene Themenbereiche gegliedert:

  • Funktionale Anforderungen z.B. typische Business-Voice-Funktionen wie Wahlwiederholung, Rufübernahme, CTI-Anforderungen oder auch Integration von Fax-Diensten
  • Sicherheitsanforderungen z.B. Trennung des Sprachverkehrs per VLAN
  • Betriebliche Anforderungen z.B. einfache Selbst-Administrationsmöglichkeiten
  • Strategische Anforderungen wie Zukunftssicherheit eines Anbieter
  • Kommerzielle Anforderungen d.h. neben den Kosten auch nachvollziehbares Lizenzmodell und akzeptable Vertragslaufzeiten

Bei der Auswahl von Lösungen wurden die Fortführung der bestehenden TK-Anlage, der Eigenbetrieb einer IP PBX sowie die Nutzung von Hosted-PBX/IP-Centrex Services gegenübergestellt. Insgesamt kamen neun Anbieter in die Vorauswahl, die auf Basis von Internet-Recherchen und Interviews bewertet wurden.

Als Ergebnis der Evaluierungsphase konnten zwei Anbieter für eine Testinstallation ausgewählt werden. Dabei haben wir zum einen den generellen Umgang mit dem System und dessen Administrationsmöglichkeiten getestet, zum anderen aber auch die Angaben aus der Vorauswahl anhand unserer Anforderungstabelle verifiziert. Am Ende setzte sich die IPfonie Centraflex der QSC knapp vor der Deutschen Telefon Standard AG durch. Hauptgründe für die Entscheidung waren der damals größere Leistungsumfang und der am Markt langjährig etablierte Anbieter.

Die Migration unserer bestehenden TK-Anlage auf die IPCentrex-Lösung gestaltete sich allerdings etwas schwieriger als gedacht. Insbesondere gab es Probleme bei der Abstimmung der beiden Anbieter in Bezug auf die Rufnummernportierung, die nur durch eine kurzfristige Vertragsverlängerung der Deutschen Telekom umgangen werden konnte.

Zu Beginn der Betriebsphase traten einige Stabilitätsprobleme insbesondere mit Verbindungsabbrüchen und bei der Konfiguration der Endgeräte auf, die wir in gemeinsamen Tests und Traces mit der QSC rasch beseitigen konnten. Allerdings haben wir die Integration unseres klassischen Fax-Geräts aufgrund von Übertragungsproblemen nach zahlreichen Versuchen abgebrochen und diese komplett durch eine Mail-to-Fax/Fax-to-Mail Lösung ersetzt.

Nach Überwindung der Anfangsprobleme lief das System fast fünf Jahre sehr stabil und zuverlässig. Insbesondere die Nutzung der damals neuen Smartphone-App zur Steuerung des eigenen „Telefonanschlusses“ hat die Akzeptanz des Systems weiter gesteigert.

Nach fünf Jahren steht nun für das erste Quartal 2015 eine erneute Vertragsverlängerung an, so dass wir uns wieder am Markt umschauen und Angebote evaluieren, ob es eine für uns bessere und günstigere Alternative gibt. Die praktischen Tests laufen derzeit und unsere Entscheidung für einen Anbieter steht Anfang des Jahres an. Sicher ist nur, dass wir weiterhin auf eine IPCentrex-Lösung setzen werden, da wir abgesehen von kleineren Detailproblemen insgesamt zufrieden mit dem IPCentrex-Ansatz sind.

Weitere Informationen finden Sie auch in der Präsentation „Erfahrungsbericht IP-Centrex„.

Autor
Jörg Dannenberg
IT-/TK-Netzwerke
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