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Raspberry Pi und die Daten in der Cloud
Montag, 23.02.2015

Der Minirechner Raspberry Pi, mittlerweile nicht nur unter Tüftlern und Fachleuten bekannt, bietet trotz der Kompaktheit eines Einplatinenrechners eine Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten. Am 2. Februar dieses Jahres wurde mit dem Raspberry Pi 2 Model B der bislang leistungsfähigste Versionstyp veröffentlicht.

In meinem Blogbeitrag von 29.01.2014, der sich mit dem Umrüsten eines Fernsehers zu einem Smart TV befasste, hatte ich bereits ein Einsatzszenario des Raspberry Pi beschrieben. Im Folgenden möchte ich die Gelegenheit nutzen und den Produktivitätsaspekt des Kleincomputers in den Fokus stellen. Denn dieser kann nicht nur zu Unterhaltungszwecken verwendet werden, sondern ermöglicht auch eine Verwendung im Geschäftsumfeld – dazu später mehr.

Cloud-Lösungen sind in der IT-Welt nicht mehr wegzudenken. Dabei werden Anwendungen und Daten nicht mehr lokal sondern virtuell in Rechenzentren gespeichert und ausgeführt. Beim Thema Datensicherheit haben einige Nutzer Bedenken, welche durch nahezu wöchentliche Schreckensbotschaften aus dem WWW gefüttert werden. Die Gewissheit, elektronische Dokumente mit sensiblem Inhalt physisch in Greifnähe zu haben, hat immer noch einen großen Stellenwert. Hier bietet Raspberry Pi mit dem Owncloud bzw. Seafile zwei Ansätze, Daten aus der Ferne gesichert verfügbar zu machen. Dabei liegen die Speicherdaten verschlüsselt auf einem lokalen Storage und werden über ein SSL-gesichertes Webinterface ausgelesen und abgelegt.

Dass man von dieser Art der Nutzung des Raspberry Pi auch im Berufsumfeld partizipieren kann, möchte ich anhand folgender Anekdote unterlegen. Ein befreundeter Einzelunternehmer, der den Raspberry Pi mit der Seafile-Lösung nutzt, hat mir kürzlich berichtet, dass er über den Jahreswechsel für einen Urlaub außer Landes war. Er hatte alle notwendigen Arbeiten für die Buchhaltung abgeschlossen und die Unterlagen seinem Steuerberater zugeschickt – dachte er.

Es vergingen keine zwei Tage im Urlaubshotel, da erhielt er eine Nachricht aus dem 1200 km entfernten Deutschland, er möge noch fehlende Daten nachliefern. Was nun? Da zuhause keiner war, der die angeforderten Unterlagen nachreichen konnte, kam es auf den Kleinrechner an. Per VPN-Verbindung über den Hotspot im Hotel ins heimische LAN eingewählt, war schnell eine SSL-gesicherte Websession aufgebaut und die gewünschten Dateien als Email-Anhang dem Steuerberater weitergeleitet. Der Urlaub war gerettet und die Umsatzsteuervoranmeldung konnte ohne Verzug ausgeführt werden.

Autor
Masod Said
Internet & Web
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