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VoIP-Provider in Deutschland
Montag, 13.02.2017

So viel ist klar: das Telefonieren über PSTN/ISDN ist ein Auslaufmodell und Sie sind schlecht beraten – unabhängig davon, ob PSTN/ISDN 2018 oder erst 2020 abgeschaltet wird – bis zum letzten Moment abzuwarten und jetzt nicht zu handeln. Hat eine Migration ohnehin immer ihre Eigenheiten und Tücken, müssen Sie sich jetzt auch mit der Vielfalt der VoIP-Provider und ihrer schier unüberschaubaren Produktlandschaft auseinander setzen, um Ihre Anforderungen abgedeckt zu bekommen.

Grund genug also, sich näher mit dem Markt der VoIP-Provider und deren Angebote zu befassen.

Der deutsche Markt ist wesentlich durch die historische Rolle des ehemaligen Monopolisten geprägt. Hinzu kommen besondere Regelungen für Angebote von Vorprodukten wie Bitstreamaccess (BSA), entbündelten Anschlüssen und Resale-Produkten.

Darauf basierend hat sich eine Reihe von Providern etabliert, die heute Internetzugänge z.T. inkl. VoIP-Diensten anbieten. Als einer der Größten ist hier z.B.  United Internet AG (1&1 Internet SE) zu nennen. Fast immer haben diese Provider eine eigene VoIP-Serverinfrastruktur, während die Teilnehmeranschlussleitung (TAL, last mile) in verschiedenen Bereitstellungsvarianten häufig durch die Deutsche Telekom AG erbracht wird.

Parallel dazu haben sich die Kabelnetzbetreiber als weitere große Providergruppe gebildet. Diese bieten im Rahmen ihrer Internetangebote auch einen VoIP-basierten Telefonanschluss an.

Dritte Gruppe sind die sogenannten Stadtnetzbetreiber. Oft Ausgründungen von Energieversorgungsunternehmen, die auf Basis ihres eigenen Netzes meist regional begrenzte Internet-Produkte, i.d.R. inkl. VoIP-basierter Telefonanschlüsse anbieten.

Diese Gruppen sind nicht immer scharf abzugrenzen. Zum einen hat es in den letzten Jahren viele Konsolidierungen am Markt gegeben, so dass verschiedene Varianten eines Produktes bei einem Provider betrieben werden. Zum anderen greifen die Provider je nach Verfügbarkeit ihrer eigenen Anschlusstechnik auch auf Vorleistungsprodukte anderer Anbieter zurück. So basiert ein Anschluss der NetCologne Ges. für Telekommunikation mbH normalerweise auf einem Glasfaseranschluss im eigenen Netz. Sollte dieser aber nicht verfügbar sein, wird auch auf eine TAL der Deutschen Telekom AG zurückgegriffen. Einige Provider setzen sogar gleichzeitig auf verschieden DSL-Vorleistungserbringer. So bezieht die QSC AG z.B. DSL-Anschlüsse von der Deutschen Telekom AG, der Telefónica Deutschland und anderen Reselling Carriern.

Innerhalb der Provider hat die technologische Weiterentwicklung ebenfalls Spuren hinterlassen und sorgt für verschiedene Realisierungsvarianten. So basieren die DSL-Anschlüsse der Deutschen Telekom AG auf mehreren, über die Jahre hin gewachsenen Anbindungs- und Technologievarianten. Technologien wie ATM, ADSL/VDSL, Gigabit Ethernet sowie FDDH befinden sich zum Teil gemischt im Einsatz. Sonderbauformen wie SDSL kommen hier noch „on Top“. Überdies haben einige Provider aus historischen oder technologischen Gründen verschiedene VoIP-Plattformen im Einsatz.

Wenn Sie Fragen haben oder weitere Informationen wünschen, sind wir gerne für Sie da. Nehmen Sie Kontaktzu uns auf – wir freuen uns auf Sie!

Autor
Ingo Beckert
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