Warum Cloud und KI jetzt auf die Agenda der IT-Leitung gehören

Künstliche Intelligenz und Cloud-Technologien verändern die Krankenhauslandschaft spürbar. KI unterstützt bereits heute bei der Bildauswertung, der Dokumentation, der Kodierung oder der Analyse großer Datenmengen. Gleichzeitig setzen immer mehr Hersteller auf cloudbasierte Anwendungen, um ihre Lösungen flexibel und skalierbar bereitzustellen.

Für die IT-Leitung entsteht daraus eine neue Herausforderung: Wie lassen sich die Chancen von Cloud und KI nutzen, ohne die Informationssicherheit, den Datenschutz und die Compliance zu gefährden?

Die gute Nachricht lautet: Mit klaren Verantwortlichkeiten, definierten Prozessen und einer strukturierten Steuerung lassen sich die Risiken beherrschen.

Welche Sicherheitsfragen stellen sich bei Cloud und KI?

Sobald Krankenhausdaten in cloudbasierten Anwendungen verarbeitet werden, entstehen neue Anforderungen an die Sicherheitsbewertung. Dabei geht es nicht nur um technische Aspekte.

Wichtige Fragen sind beispielsweise:

  • Wo werden Daten verarbeitet und gespeichert?
  • Welche Unterauftragnehmer sind eingebunden?
  • Welche Sicherheitsmaßnahmen setzt der Anbieter um?
  • Wie erfolgt die Authentifizierung der Nutzer?
  • Welche Daten werden für das Training von KI-Modellen verwendet?
  • Kann nachvollzogen werden, wie eine KI zu ihren Ergebnissen kommt?
  • Wie werden Zugriffe und Aktivitäten protokolliert?

Gerade bei KI-Anwendungen kommen zusätzliche Fragestellungen hinzu. Viele Systeme arbeiten mit großen Datenmengen und entwickeln ihre Ergebnisse auf Basis komplexer Algorithmen. Dadurch entsteht schnell ein sogenannter Black-Box-Effekt. Entscheidungen oder Empfehlungen lassen sich nicht immer unmittelbar nachvollziehen.

Für Krankenhäuser ist das besonders relevant, da medizinische Entscheidungen, Patientensicherheit und regulatorische Anforderungen eng miteinander verknüpft sind.

Welche Verantwortung trägt die IT-Leitung?

In vielen Krankenhäusern und Klinikgruppen entstehen derzeit zahlreiche Initiativen rund um den Einsatz von KI. Fachabteilungen testen neue Werkzeuge, Hersteller bringen innovative Lösungen auf den Markt und Mitarbeitende nutzen teilweise eigenständig KI-Dienste.

Damit wächst die Gefahr von Schatten-IT und unkontrollierten Risiken. Die IT-Leitung steht daher vor der Aufgabe, Transparenz über eingesetzte Anwendungen zu schaffen und einheitliche Bewertungs- und Freigabeprozesse zu etablieren.

Dabei geht es nicht darum, Innovationen zu verhindern. Vielmehr muss ein Rahmen geschaffen werden, der neue Technologien sicher und kontrolliert nutzbar macht. Die IT-Leitung übernimmt hierbei eine zentrale Steuerungsfunktion und sorgt dafür, dass Informationssicherheit, Datenschutz und betriebliche Anforderungen von Anfang an berücksichtigt werden.

Warum lohnt sich eine strukturierte Steuerung von KI?

Eine systematische Steuerung von KI-Anwendungen bringt mehrere Vorteile gleichzeitig.

Zunächst entsteht ein vollständiger Überblick über eingesetzte Lösungen und deren Risiken. Dadurch können Schwachstellen frühzeitig erkannt und geeignete Schutzmaßnahmen umgesetzt werden.

Darüber hinaus unterstützt ein strukturierter Ansatz die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Mit den zunehmenden Vorgaben rund um den Einsatz von KI sowie den steigenden Anforderungen an Dokumentation, Nachweisführung und Risikomanagement gewinnt eine nachvollziehbare Steuerung immer mehr an Bedeutung.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Innovationen schneller umgesetzt werden können. Wenn Bewertungsprozesse etabliert sind und klare Verantwortlichkeiten bestehen, lassen sich neue Lösungen deutlich effizienter prüfen und einführen.

Wie können Krankenhäuser Cloud und KI sicher steuern?

Erfolgreiche Krankenhäuser verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz. Dazu gehören beispielsweise:

  • Aufbau eines zentralen Verzeichnisses für KI-Anwendungen
  • Durchführung strukturierter Risikoanalysen
  • Prüfung von Cloud-Anbietern und Auftragsverarbeitern
  • Definition von Freigabeprozessen
  • Sensibilisierung der Mitarbeitenden

In unseren Projekten stellen wir fest, wie sinnvoll es ist, die Steuerung von Cloud- und KI-Lösungen eng mit dem Informationssicherheitsmanagement zu verbinden. So lassen sich bestehende Prozesse nutzen und Doppelstrukturen vermeiden.

Wie unterstützt Adiccon Sie dabei?

Adiccon begleitet Krankenhäuser seit vielen Jahren bei den Themen Informationssicherheit, Digitalisierung im Rahmen der KHZG-Förderung und Umsetzung regulatorischer Anforderungen. Durch die enge Verbindung von Krankenhaus-Know-how, Sicherheitsthemen und Projektmanagement bieten wir umfassende Praxiserfahrung, um Krankenhäuser und Klinikgruppen bei der sicheren Einführung und Steuerung von Cloud- und KI-Lösungen zu begleiten.

Wir unterstützen die IT-Leitung bei der Bewertung neuer Anwendungen, der Durchführung von Risikoanalysen, der Entwicklung von Richtlinien sowie beim Aufbau geeigneter Governance- und Freigabestrukturen. Das Ziel ist es, Innovationen sicher nutzbar zu machen und gleichzeitig regulatorische Anforderungen zu erfüllen.

Fazit

Cloud und KI bieten Krankenhäusern erhebliche Chancen für mehr Effizienz, bessere Prozesse und eine höhere Versorgungsqualität. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Sicherheit, Transparenz und Steuerung.

Für die IT-Leitung wird es deshalb immer wichtiger, den Einsatz von Cloud- und KI-Lösungen strategisch zu begleiten und aktiv zu gestalten. Wer heute die richtigen Strukturen schafft, kann die Potenziale neuer Technologien sicher nutzen und gleichzeitig die Risiken wirksam beherrschen.

Wenn Sie mehr darüber wissen möchten, wie Sie die Sicherheitsfragen im Zusammenhang mit Cloud und KI beantworten können, dann nehmen Sie Kontakt zu uns auf: walter.schaefer@adiccon.de oder mobil unter 0160 90997764.