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Smart Home – Eine Einführung
Montag, 05.09.2016

Es ist soweit: Endlich September und die IFA, Fachmesse für Consumer Electronics und Home Appliances, hat in Berlin Türen und Tor geöffnet. Auch in diesem Jahr ist ein wesentlicher Schwerpunkt der Messe das „Smart Home“. Allein 234 Aussteller offerieren Produkte die das eigene Zuhause in ein „Intelligentes Heim“ verwandeln sollen und ein Plus an Komfort, Sicherheit und Energieeinsparung versprechen.

Für mich, als Enthusiast und Betroffener, Grund genug an dieser Stelle den Slogan „Smart Home“ einmal zu beleuchten und einen Einstieg in das Thema zu geben.

Was ist eigentlich ein Smart Home?

Wesentlich für ein Smart Home ist die automatisierte Steuerung und Überwachung der Haustechnik und weiterer Haushaltsgeräte eines Hauses oder einer Wohnung. Gängige Funktionen sind Beleuchtung, Heizung, Jalousien, Alarmanlagen, Rauchmelder, Schließanlagen aber auch Waschmaschine, Wäschetrockner und Gartenbewässerung und weitere Bereiche.

Die Automatisierung erfolgt meist über eine zentrale Steuerungseinheit. Nach zuvor definierten Regeln und auf Grundlage von Sensordaten wie z.B. Bewegungsmeldern, Kameras, Temperatursensoren, Helligkeitssensoren, Wetterstationen, Tür- und Fensterkontakte werden die Funktionen über sogenannte Aktoren gesteuert. So kann Beispielsweise bei geöffneten Fenstern die Heizung temporär heruntergeregelt werden um Energie zu sparen. Bei Abwesenheit (smart erkannt durch längeres nicht-auslösen aller internen Bewegunsmeldern) meldet der gleiche Fenstersensor, sollte er geöffnet oder beschädigt werden, einen Alarm an den Hauseigentümer.

Die manuelle Steuerung und Überwachung beschränkt sich bei einem Smart Home nicht mehr nur auf klassische Schalter an oder in unmittelbarer Nähe zu den Geräten sondern erfolgt über vielfältige Wege. Standard sind heute Apps auf Smartphones, Tablets oder auch fest installierte Konsolen. So kann beispielweise auf einem im Hausflur platzierten Monitor vor Verlassen des Hauses überprüft werden, ob alle Fenster sicher verschlossen sind. Mobile Anwendungen erlauben eine vollständige Sicht auf alle im Smart Home integrierten Funktionen auch außerhalb der eigenen vier Wände. So kann der Hauseigentümer im Urlaub am anderen Ende der Welt im Falle eines Wasserschadens (smart erkannt durch einen Feuchtigkeitssensor platziert unter der Waschmaschine) unmittelbar alarmiert werden und einem Bekannten zur Klärung die Haustür öffnen.

Auch die Steuerung mittels natürlicher Sprache ist heute schon möglich, wenn auch noch in einem frühen Entwicklungsstadium. So führt das Kommando „Hey Siri, Ich gehe jetzt schlafen. Schalte alle Lichter aus!“ auf einem iPhone dazu, dass die Heizung heruntergeregelt wird und (Überraschung) alle Lichter aus gehen.

Smart Home ist nicht gleich Smart Home

Verbreitet sind heute Lösungen die für einen einzigen Zweck entworfen und auf wenige Funktionen beschränkt sind. So gibt es beispielsweise Funksteckdosen, die sich mittels App steuern und programmieren lassen. Es gibt über das Internet steuerbare Kameras und auch Systeme für die automatisierte und energieeffiziente Regelung der Heizung. Diese sogenannten Insellösungen sind in der Regel sehr nutzerfreundlich und lassen sich auch mit wenig Vorwissen in Betrieb nehmen. Sie stoßen aber an ihre Grenzen sobald eine übergreifende Integration und Automatisierung von Funktionen gewünscht ist.

Erst durch die Vernetzung von Haustechnik und -geräten unterschiedlichster Funktion und eine übergreifende, zentrale und intelligente Steuerung dieser Komponenten wird aus einem Heim ein echtes Smart Home. In diesem Fall spricht man von einer Plattformlösung.

Der Übergang von einer Insellösung zur Plattformlösung ist fließend. So ist es denkbar, dass sich isolierte Insellösungen verschiedener Hersteller durch Produkte anderer Hersteller zu einer Plattformlösung integrieren lassen. Eine wesentliche Voraussetzung für diese Integration setzt jedoch den Willen der Hersteller voraus Ihre Smart Home Produkte so zu gestalten, dass auch eine Vernetzung mit den Produkten anderer Hersteller möglich ist.

Lesen Sie im zweiten Teil mit welchen Techniken herstellerübergreifende Plattformlösungen umgesetzt werden und bekommen Sie einen Überblick über den Smart Home Markt.

Wenn Sie Fragen haben oder weitere Informationen wünschen, sind wir gerne für Sie da. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf – wir freuen uns auf Sie!

Autor
Gerald Klunker
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