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Scrum - Neue Wege zum Projekterfolg?
Montag, 02.09.2013

Was ist Scrum? Scrum ist eine Methodik, um Projekte schnell und erfolgreich an das Ziel zu bringen.

Scrum an sich bedeutet „Gedränge“ und bietet die Möglichkeit mit Hilfe von bekannten Rollen und Prozessen agil und schnell Produkte im Bereich Projektmanagement zu liefern. Im Gegensatz zu vielen anderen Projektmanagement Methoden hat Scrum nur drei Rollen: den Product Owner, das Team und den Scrum Master.

Der Product Owner steht für den Kunden und muss gegenüber dem Management Rechnung tragen. Er ist für das Produkt, das Budget als auch die Richtung zuständig. Er definiert das Produkt, das bei der Scrum Methodik mehrere Anforderungen und Ziele aufweist. Um die gesetzten Ziele zu erreichen, werden sogenannte Stories vom Product Owner abgesteckt, die er dann priorisiert. Die Priorisierung und die Stories erhält das Team zur Bearbeitung, um am Ende ein fertiges Produkt vorzuweisen. Hierbei haben die Stories, die den höheren Geschäftswert haben, auch eine höhere Priorität.

Das Team ist bei der Scrum Methodik selbst organisierend. Es bestimmt und verpflichtet sich zu den eigenen Zielen und Arbeitspaketen, die es während einem Sprint – eine vom Team festgelegte Zeit (z.B. eine Woche) – erledigt haben möchte. Das Team wie auch der Product Owner werden hierbei vom Scrum Master unterstützt.

Der Scrum Master erinnert in Meetings an die übrige Zeit und das Team an seine Verpflichtungen, räumt Probleme für das Team aus dem Weg und sorgt dafür, dass das Projekt rund läuft. Hierzu gehört u.a. auch die Ressourcenbeschaffung. Der Scrum Master dient dem Team, anstatt es zu führen.

Wie funktioniert Scrum?

Im Vorfeld werden wie im klassischen Projektmanagement auch Budgets freigegeben, Mitarbeiter und Ressourcen bestimmt und erste Anforderungen im Product Backlog definiert.

Das Product Backlog wird vom Product Owner gepflegt. Die Inhalte, sogenannte Items und die Reihenfolge, welche der Priorisierungen der einzelnen Anforderungen entsprechen, wird fortwährend gepflegt. Auf diese Weise kann das Projekt auf Veränderungen flexibel reagieren.

Das Product Backlog wird zum Sprint Planning Meeting allen Beteiligten vorgestellt. Die Teams können sich dann aus dem Backlog Einträge für ihren eigenen Sprint auswählen und mit dem Product Owner nochmals absprechen. Ein Sprint ist hierbei eine abgesteckte Zeit, in welcher das Team die Anforderungen umsetzen muss.

Hat ein Sprint begonnen, werden sogenannte Daily Scrums, tägliche 15 Minuten Statusmeetings, mit allen Beteiligten (Scrum Master, Product Owner, Team) abgehalten. Hier darf jedes Mitglied in kurzen Sätzen schildern was man erreicht hat, was man erreichen wird und welche Hindernisse im Weg stehen. Außerdem fängt das Team natürlich an, das Produkt innerhalb des Sprints eigenständig fertig zu stellen. Ist ein Produkt fertig gestellt, rollt man den Prozess von neuem auf und beginnt mit dem nächsten Produkt (siehe Abbildung unten).

Um den zeitlichen Rahmen halten zu können, werden sowohl Meetings als auch Sprints in kurzen so genannten „Time Boxes“ definiert. Jede Time Box ist eine fest definierte Zeit, die nicht überschritten werden darf. Für Diskussionen bleibt deshalb keine Zeit. Damit Scrum funktioniert werden weitere Hilfsmittel, wie Kanban, Fortschrittskontrollen oder Burndown Charts benutzt. Viel wichtiger ist allerdings die Frage:

Welche Schwierigkeiten treten bei der Einführung von Scrum auf?

Die Einführung Scrum in größeren Unternehmen, bei denen klassische Projektmanagement Methoden etabliert sind, gestaltet sich schwierig.

Uns wurden verschiedene Fälle berichtet, bei denen Scrum gescheitert ist. Unter anderem wurden Projekte mit Scrum angegangen, die sich mit klassischen Projektmethoden hoffnungslos verfahren hatten, in der Hoffnung, Schwung in das Projekt zu bringen. Andere Projekte wurden nach Scrum bearbeitet ohne Erfahrung in kleineren Projekten mit Scrum gesammelt zu haben.

Weiterhin gestaltet sich die Einführung einer neuen Methode problematisch, wenn nicht alle – vom Geschäftsführer bis hin zum Teammitglied – an einem Strang ziehen. Folge einer nicht abgestimmten Einführung der Scrum Methodik führen oft zum Verschleiß von Mitarbeitern oder zum Projektmisserfolg.

Wie führt man Scrum ein?

Eine erste Stufe der Scrum Einführung wäre die Schulung der Mitarbeiter durch einen Scrum Coach, der mehrere Erfolge vorweisen kann.

In der zweiten Stufe sollte, ein kleines Projekt ausgewählt werden, in denen sich Product Owner, Scrum Master und das Team beweisen dürfen. Auch hier darf der Scrum Coach nicht fehlen.

Erst nach mindestens 5 Scrum Projekten sind alle so eingespielt, dass es sich lohnt größere Projekte in Angriff zu nehmen oder auch Projekte anzugehen, die nach den klassischen Methoden festgefahren sind.

Natürlich kann man auch Teilprojekte auswählen, an denen Mitarbeiter die Scrum Methodik testen dürfen, wobei hier das Frust-Risiko und die Wahrscheinlichkeit auf Misserfolg höher sind.

Die klassischen Methoden abzuschaffen und im ganzen Unternehmen Scrum einzuführen wäre deshalb töricht.

Fazit

Mit Scrum ändert man die Philosophie des Unternehmens und wirft prinzipielle Projektmanagementgedanken über Bord. Wichtig bei der Einführung und Ausübung von Scrum ist, dass das Scrum Wissen und Verständnis gestreut und gecoacht wird, um Erfolg zu erzielen. Wer sein Unternehmen dem Scrum-Coaching verwehrt oder Hindernisse bei der Einführung von Scrum nicht aus dem Weg räumt, verwehrt seinem Unternehmen oder dem Projekt eine Methode, die schnell auf Kundenwünsche reagieren und Erfolge erzielen kann.

Die Adiccon GmbH kann Sie und Ihre Projekte hier mit einer agilen und erfolgsorientierten Methodik zum Ziel führen. Hierfür stehen Ihnen die Berater der Adiccon gerne mit langjähriger Erfahrung bereit.

 

Autor
Oener Durmaz
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